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Nachhaltige Fonds

Nachhaltige Fonds geben Anlegern die Zusage, ethisch-ökologisch „sauber“ zu sein. Nachhaltige Fonds gibt es viele und die Palette ihrer Ausrichtung ist breit.

Arten

Von der Grundausrichtung kann man folgende viert Arten nachhaltiger Fonds unterscheiden:

  • Nachhaltige Investments (sog. „sustainable investments“): Geldanlagen, bei denen neben Ökonomie auch soziale und ökologische Aspekte Berücksichtigung finden.
  • Ethikfonds (sog. „ethic background“-Fonds): Bei dieser Fondsart steht die Ethik hinter einer Geldanlage im Zentrum. Der Begriff stammt aus dem angloamerikanischen Raum.
  • Nachhaltigkeitsthemenfonds (background of sustainability themes): Dazu gehören Fonds mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit, die in ein Spezialthema wie z.B. Wasser oder erneuerbare Energien investieren. Solche Themenfonds berücksichtigen neben der Rendite auch soziale und ökologische Prämissen.
  • Umweltfonds/Ökofonds (eco background-Fonds): Bei dieser Art von nachhaltigen Fonds liegt der Fokus auf ökologischen Investitionen.

Es gibt zudem viele Mischformen der oben genannten Anlageklassen.

Hinweise für nachhaltig-orientierte Anleger

Die Stiftung Warentest hat 2014 in einem Test (Finanztest-Ausgabe 09/2014) feststellt, dass nur einer (!) der untersuchten 46 Investmentfonds garantieren kann, wirklich nachhaltig zu sein. Insgesamt standen 34 Aktienfonds, zehn Rentenfonds Welt (Euro) und zwei Fonds mit Staatsanleihen aus Euroland auf dem Prüfstand.

Die Probleme waren

  • 39 von 44 untersuchten Investmentfonds, die in Unternehmensaktien oder -anleihen investieren, schließen nicht die klimaschädliche Kohle- und Ölindustrie aus.
  • Acht nachhaltige Investmentfonds garantieren nicht, dass kein Geld mit Investitionen in Kriegsgerät wie Panzer oder Waffen verdient wird.
  • Fünf getestete Fonds lehnen Kinderarbeit nicht explizit ab.
  • Nur ein Aktienfonds meidet bei Investitionen alle von der Verbraucherzentrale Bremen bewerteten kontroversen Geschäftsfelder konsequent.

Zuvor hatte Stiftung Warentest in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Bremen über 1.000 Menschen danach gefragt, was sie unter einem ethisch-ökologischen Fonds verstehen. Die meisten der Befragten gaben an, dass in diesen Fonds auf die Investition in Unternehmen verzichtet wird, die ihren Umsatz etwa durch Rüstung, Kinderarbeit und Atomkraft erzielen.

Ergebnis

Der konsequenteste nachhaltige Fonds war in 2014 der ÖkoWorld ÖkoVision Classic C.

Dieser Fonds – es handelt sich um einen Aktienfonds – schließt alle von der Stiftung Warentest als problematisch angesehenen Problembranchen aus. So wird nicht in Aktien von Unternehmen investiert, die beispielsweise mit Erdöl, Fracking oder Agrar-Gentechnik in Verbindung gebracht werden.

Diese ethisch-ökologische Investition hat für Anleger jedoch seinen Preis. Der Fonds verlangt neben einer Erfolgsgebühr auch Verwaltungsentgelte in Höhe von 2,5 Prozent im Jahr. „Diese Kosten drücken auf die Rendite“, meint Finanztest. Platz 2 im Test zu den nachhaltigsten Fonds belegt der Aktienfonds Triodos Sustainable Equity R. Dieser Fonds hat die Ausschlusskriterien zu 68 Prozent erfüllt.

 

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By | 2016-10-07T08:08:50+00:00 Oktober 7th, 2016|Kommentare deaktiviert für Nachhaltige Fonds