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Grauer Markt

Der Begriff „Grauer Markt“ ist ein Sammelbegriff für die Anlagemärkte, die keiner staatlichen Aufsicht unterliegen. An diesen Märkten werden auch Beteiligungen an Feriensiedlungen und anderen hoch spekulativen und damit sehr risikobehafteten Geschäften mit hohen Renditeversprechen gehandelt. Die Werbung für die Anlageobjekte erfolgt oft in Kleinanzeigen überregionaler Tageszeitungen oder wird per Telefonmarketing (auch als sog. „cold calling“) durchgeführt. In diesem „Markt“ sind häufig unseriöse Anbieter unterwegs. Den zum Teil sehr hohen Renditeversprechen – in der Regel oft deutlich über dem Niveau ähnlicher Anlagen in überwachten Märkten – steht auf der anderen Seite auch ein extrem hohes Risiko gegenüber. Zum normalen Marktpreisrisiko – z.B. Schwankung des Wertes – kommt in diesem „Markt“ das Betrugsrisiko hinzu. Das eingesetzte Kapital kann ganz verloren gehen.

 

Der Begriff wird manchmal auch fälschlicherweise mit dem „Graumarkt“ im Zusammenhang mit der Ausgabe von Aktien verwendet. Als „Graumarkt“ bezeichnet man hier den inoffiziellen Handel mit solchen Aktien, die kurz vor der Erstemission stehen, aber noch nicht an der Börse notiert sind.  Der „Graumarkt“ ist der Markt, in dem der Anleger Aktien zu einem bestimmten Kurs, dem sogenannten „Graumarktkurs“ vor Erstnotiz erwerben kann. Er bekommt die Aktie allerdings erst, wenn sie am Markt offiziell gehandelt wird. Nicht zu verwechseln mit dem grauen Markt – siehe oben.

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By | 2016-07-04T00:11:52+00:00 Juli 3rd, 2016|Kommentare deaktiviert für Grauer Markt