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Governance Rating

Die auf das Corporate Governance spezialisierte Ratingagentur DEMINOR hat einmal im Sommer 2003 die Befolgung nationaler Corporate Governance Verhaltensleitlinien beobachtet und ausgewertet.

Im Bereich der 30 DAX-Gesellschaften befolgten z.B. 35 % der Unternehmen die nationalen Vorgaben für die „gute Unternehmensführung“. „Corporate Governance“ bezeichnet den rechtlichen und den faktischen Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens. Unvollständige und / unklare Verträge sowie unterschiedliche Interessenlagen der handelnden Personen bieten den Stakeholdern prinzipiell Gelegenheiten wie auch Motive zu opportunistischem Verhalten. Damit ist Verhalten gemeint, was ggf. Vorteile für eine Stakeholdergruppe bietet, aber gleichzeitig gegen die Interessen der Gesellschaft läuft. Regelungen zur Corporate Governance haben daher grundsätzlich die Aufgabe, durch geeignete rechtliche und faktische Regelungen (z.B. wirksame Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat) die Spielräume und Motivationen der Akteure für opportunistisches Verhalten einzuschränken.

Der Durchschnitt in Europa lag gegenüber den Werten in der Bundesrepublik jedoch bei rund 63 %. In Großbritannien und in Italien befolgten sogar alle befragten Gesellschaften den jeweils geltenden nationalen Corporate Governance Kodex.

Entscheidend für das Corporate Governance Rating sind u.a. diese Faktoren:

  • die Unabhängigkeit des Aufsichtsrates
  • die Rechte und die Pflichten der Aktionäre
  • Barrieren für die Übernahme
  • die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat
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By | 2016-08-12T00:15:28+00:00 August 12th, 2016|Kommentare deaktiviert für Governance Rating