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Dachfonds

Der Dachfonds beschreibt die Anlagestruktur von bestimmten Investmentfonds. Dachfonds investieren nicht direkt in Wertpapiere, sondern in andere Investmentfonds (auch als Zielfonds bezeichnet). Sie legen sich quasi wie ein Dach über andere Fonds darüber; daher auch der Name. Ein anderer Begriff für dieses Konzept ist „Umbrellafonds“.

In den USA gibt es das Konzept der Dachfonds bereits seit 1931. In der Bundesrepublik gibt es Dachfonds erst seit 1994; sie wurden durch das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG) eingeführt, welches später durch das Investmentgesetz (InvG) abgelöst wurde.

Bewertung

Vorteil: Durch dieses Anlagekonzept wird das Risiko noch weiter gestreut als bei einem normalen Investmentfonds.

Nachteile:

  • Für Investmentfonds werden in der Regel sogenannte Ausgabeaufschläge und Managementgebühren in Rechnung gestellt.
  • Die Ausgabeaufschläge der Zielfonds sind weniger zu kritisieren, da diese tendenziell eher seltener erhoben werden.
  • Bei dem Dachfondskonzept laufen die Anleger Gefahr, doppelt zu bezahlen. Neben dem Ausgabeaufschlag berechnen die Fondsgesellschaften auch Managementgebühren, Erfolgshonorare und Ähnliches.
  • Bei einem Dachfonds fallen nun möglicherweise sowohl für den Zielfonds als auch für den Dachfonds diese Gebühren an, d.h. solche Gebühren werden 2 (!) mal in Rechnung gestellt. Diese zusätzliche Gebührenbelastung muss ein Investmentfond erst einmal verdienen.
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By | 2016-07-23T00:19:26+00:00 Juli 23rd, 2016|Kommentare deaktiviert für Dachfonds