Banken ohne Anstand – Warum wir mehr Ethik im Bankbereich brauchen

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Banken ohne Anstand – Warum wir mehr Ethik im Bankbereich brauchen

Ethik bzw. Wirtschaftsethik war bisher ein unterentwickeltes Thema in vielen Banken. Daher haben in der Vergangenheit auch Kreditinstitute sich an Geschäften beteiligt oder solche „Finanzlösungen“ überhaupt erst ermöglich, die ethisch hinterfragt werden müssen. Ein Beispiel dafür sind die sogenannten Cum-Ex-Geschäfte von 100 deutschen und internationalen Banken zu Lasten der deutschen Steuerkasse. Das Handelsblatt nennt diese Geschäfte nicht nur unmoralisch, sondern auch illegal.

Die Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ hat dazu auf ihrer Webseite ein Special zu den unethischen Cum-Ex-Geschäften der Banken zusammengestellt. Bei dieser Konstruktion von Aktienkäufen und Leerverkäufen haben Banken und sich Fonds eine einmal gezahlte Kapitalertragssteuer zweimal erstatten lassen. Die Zeitung führt dazu aus: „Der schnelle Handel von Aktien mit (Cum) und ohne (Ex) Dividendenanspruch  begann Anfang der 2000er Jahre. Banken und Broker handelten zunächst untereinander große Aktienpakete und erreichten durch eine gezielte Strukturierung der Deals eine doppelte oder sogar mehrfache Erstattung von Kapitalertragsteuern, die nur einmal tatsächlich abgeführt wurden. Banken steigerten ihre Gewinne, Händler ihre Boni. Ab 2006 sind Fälle dokumentiert, in denen die Geschäfte auf Kosten der Steuerzahler auch für institutionelle und vermögende Privatanleger angeboten wurde. Das Who-is-Who der Finanzwelt war beteiligt.“

Anfangs (2002) haben die Banken die Cum-Ex-Transaktionen für den Eigenhandel, d.h. das Geschäft auf eigene Rechnung und in eigenem Namen eingesetzt. Von 2006 bis 2008 entwickeln die Banken dann sogar Produkte, damit auch vermögende Kunden in die Cum-Ex-Transaktionen investieren können. Die Cum-Ex-Tricks der Banken haben nach Schätzung des Handelsblattes den deutschen Fiskus geschätzt 12 Mrd. Euro gekostet.

Das Special der Wirtschaftszeitung finden Sie hier auf dieser Webseite.

 

By | 2018-02-13T23:04:51+00:00 März 19th, 2016|Ethik|0 Comments

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